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Bonaire
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Vorlage:Infobox Staat/Wartung/NAME-DEUTSCH
Bonaire [] (Papiamentu: Boneiru; offiziell niederl. Openbaar lichaam Bonaire, Papiamentu Entidat pĂșbliko Boneiru) ist eine Insel der Kleinen Antillen, die politisch zusammen mit ihrer unbewohnten Nebeninsel Klein Bonaire eine Besondere Gemeinde der Niederlande bildet. Sie ist die zweitgröĂte der ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao). Die âBesonderen Gemeindenâ Bonaire, Sint Eustatius und Saba werden wiederum als âBES(-Inseln)â zusammengefasst.cite-ref-6[6] Bonaire gehört nicht zum Schengen-Raum.
Die GesamtflĂ€che betrĂ€gt 288 Quadratkilometer, die Bevölkerungszahl etwa 18.000. Inselhauptstadt ist Kralendijk (von Koralendijk âKorallendeichâ). Die Ă€lteste Siedlung ist Rincon. Touristisch attraktiv ist die Insel vor allem durch die Unterwasserwelt.
Contents
âą Gliederung
âą Sprachen
âą Geschichte
âą Politik
âą Natur
âą Tourismus
âą Salzgewinnung
âą Postwesen
âą Verkehr
âą Ortschaften
âą Medien
âą Sport
âą Bildergalerie
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Gliederung
Der Stern der Flagge hat sechs Spitzen, diese Spitzen stehen fĂŒr die sechs Wijken (Bezirke). Der Bezirk Playa entsprach vor dem starken Wachstum als Folge des Tourismus der Hauptstadt Kralendijk. Durch dieses Wachstum und die daraus resultierenden WohngebietsvergröĂerungen sind vier dieser Gebiete mit Playa zusammengewachsen. Heute wird der so entstandene Ort insgesamt Kralendijk genannt. Der Ort Rincon liegt rund elf Kilometer nordwestlich von Kralendijk bzw. sieben Kilometer von dessen Vororten.
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
| Kralendijk | Kralendijk | Kralendijk | Kralendijk | Kralendijk |
|---|---|---|---|---|
| Wijk/District | FlĂ€che kmÂČ | Bevölkerung 2007 | Bevölkerung 2011 | Bevölkerung 2017 [ 2 ] |
| Playa [Kralendijk] | ⊠| 0 1.963 | 0 2.065 | 0 2.531 |
| Tera Cora (Tera Kora) | ⊠| 0 1.610 | 0 1.861 | 0 2.580 |
| Nikiboko | ⊠| 0 2.633 | 0 2.932 | 0 3.971 |
| Entrejol ( Antriol ) | ⊠| 0 3.947 | 0 4.406 | 0 4.819 |
| Noord Saliña (Nort Salinja) | ⊠| 0 2.378 | 0 2.561 | 0 3.403 |
| Rincon | Rincon | Rincon | Rincon | Rincon |
| buurt/Nachbarschaft | FlĂ€che kmÂČ | Bevölkerung 2007 | Bevölkerung 2011 | Bevölkerung 2017 [ 2 ] |
| Rincon Noord | ⊠| 0 1.788 | 0 0 833 | 0 0 859 |
| Rincon Zuid | ⊠| 0 1.788 | 0 1.008 | 0 1.016 |
| Bonaire | 0 288 | 14.319 | 15.666 | 19.179 |
Sprachen
Amtssprachen sind NiederlÀndisch und Papiamentu.cite-ref-9[9] Letztere ist die bei der Bevölkerung am hÀufigsten gesprochene Sprache (etwa 75 % der Bevölkerung).
Geschichte
VoreuropÀische Bevölkerung
Die CaiquetĂos, ein Stamm der Arawak, waren die ersten Siedler auf Bonaire. Sie gaben der Insel den Namen Bonay (âtiefes Landâ).
Spanische Kolonialzeit
Erste EuropĂ€er landeten 1499 unter Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci auf den ABC-Inseln und nahmen sie fĂŒr Spanien unter dem Namen islas inĂștiles (ânutzlose Inselnâ) in Besitz, da sie auf den Inseln nichts Verwertbares fanden und die Insel sich nicht fĂŒr Landwirtschaft eignete. Sie nannten Bonaire auch islas de los gigantes (âInseln der Riesenâ), denn die Bewohner waren im Schnitt einen Kopf gröĂer als die Eroberer. Zwischen 1513 und 1515 wurden alle Indigenen als Sklaven nach Hispaniola verschleppt und Bonaire blieb entvölkert und menschenleer zurĂŒck.
1526 wurden einige der ĂŒberlebenden Ureinwohner zurĂŒckgebracht, wo sie fĂŒr die Viehzucht eingesetzt wurden. Sie wurden freigelassen, da sie so weniger kosteten. Das Vieh war von den Spaniern ausgesetzt worden und wurde ab und zu zusammengetrieben und âausgedĂŒnntâ. In erster Linie diente dies der Lederproduktion, in geringerem Umfang der Gewinnung von Fleisch, aus dem mit Hilfe des Salzes aus den natĂŒrlichen Salinen auf der SĂŒdhĂ€lfte der Insel Pökelfleisch gemacht wurde.
Erst spĂ€ter wurde das Salz selbst in groĂem MaĂstab gewonnen, denn es fehlten anfangs ArbeitskrĂ€fte. Eine Besiedlung durch EuropĂ€er wurde von Spanien nicht gefördert, weil das Land keinen ausreichenden Schutz gegen Piraten bieten konnte.
Die Ă€lteste europĂ€ische Siedlung auf der Insel heiĂt RincĂłn (âWinkelâ) und liegt im kĂŒhleren Norden vom Meer aus sichtgeschĂŒtzt zwischen den HĂŒgeln, wo schon Caiquetios lebten. Diese Gemeinschaft bestand hauptsĂ€chlich aus Verurteilten und Kriegsgefangenen. SpĂ€ter verlagerte sich der Schwerpunkt weiter nach SĂŒden, aber immer noch in der NordhĂ€lfte und in gebĂŒhrendem Abstand des gefĂ€hrlichen Meeres. Das Dorf Al Interior (âIm Landesinnerenâ) wurde von Spaniern gegrĂŒndet, die von niederlĂ€ndischen Piraten auf Bonaire ausgesetzt worden waren. Der heutige Name ist Antriol.
NiederlÀndische Kolonialzeit
1633 nahmen die HollĂ€nder die Insel erstmals in Besitz. Sie brauchten die ABC-Inseln nicht nur wegen ihrer strategischen Lage, sondern besonders Bonaire wegen vorhandener, aber kaum ausgebauter Salinen. Das Salz wurde in Holland fĂŒr die Konservierung von Lebensmitteln gebraucht und in zunehmendem MaĂe fĂŒr die Industrie, besonders fĂŒr Keramik (Delft) und Glas (Leerdam).
Nachdem Spanien seinen Salzlieferanten Portugal 1580 eingegliedert hatte, bezogen die HollĂ€nder ihr Salz zunĂ€chst aus Punto de Arraya an der venezolanischen KĂŒste. Nachdem 1621 hier die Spanier durch den Bau einer Festung (âFort Kostverlorenâ) das GeschĂ€ft verdorben hatten, besetzten sie die ABC-Inseln. Sie bauten als erstes die Salinen aus. Die Arbeitssklaven wurden aus Afrika importiert. Spanier fĂŒhrten die Plantagenwirtschaft ein und fĂ€llten FĂ€rbeholz (Brasilholz,cite-ref-10[10] wiss. Paubrasilia echinata), ein extrem hartes Holz fĂŒr HolzzahnrĂ€der (WindmĂŒhlen), Ruderpinnen und medizinische Zwecke (WayacĂĄ, span. GuaiacĂł, wiss. Guaiacum officinale). Durch Raubbau wurde dieses auf Bonaire fast ausgerottet.
WĂ€hrend der Französischen Revolution ĂŒbernahmen die EnglĂ€nder Bonaire (die Niederlande war mit Frankreich verbĂŒndet). Nach der Niederlage Napoleons wurde es im Vertrag von Paris 1816 endgĂŒltig den Niederlanden zugesprochen.
Teil der NiederlÀndischen Antillen
Durch das Statuut voor het Koninkrijk der Nederlanden von 1954 wurden die Karibikinseln, die bis dahin eine niederlĂ€ndische Kolonie gewesen waren â darunter Bonaire â, unter dem Namen NiederlĂ€ndische Antillen ein gleichberechtigtes autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Bonaire bildete innerhalb der NiederlĂ€ndischen Antillen eine der lokalen Gebietskörperschaften mit der Bezeichnung eilandgebied (âInselgebietâ).
Auflösung der NiederlÀndischen Antillen
Aufgrund der Ungewissheit ĂŒber die politische Zukunft stimmten vier von fĂŒnf LĂ€ndern fĂŒr eine Loslösung der NiederlĂ€ndischen Antillen. Einige hatten das Bestreben nach mehr Autonomie, wĂ€hrend andere eine striktere Integration befĂŒrworteten.cite-ref-11[11] Das Referendum fĂŒr Bonaire wurde auf den 26. MĂ€rz 2010 angesetzt, jedoch bereits im Februar 2010 abgesagt. Die Abstimmung wurde zunĂ€chst auf September und dann in den Oktober verschoben. SchlieĂlich wurde es am 17. Dezember 2010 durchgefĂŒhrt und ergab eine Mehrheit von 84 % fĂŒr einen Anschluss an die Niederlande. Da jedoch die 35 % Wahlbeteiligung unter den benötigten 51 % lag, wurde die Abstimmung fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rt. Das Ergebnis war dennoch richtungsweisend.cite-ref-12[12]
Nach der Auflösung des Landesverbandes der NiederlĂ€ndischen Antillen am 10. Oktober 2010 wurde die Insel, wie auch Saba und Sint Eustatius, als openbaar lichaam und bijzondere gemeente (öffentliche Körperschaft und besondere Gemeinde) in die Niederlande eingegliedert. Mit der Auflösung der NiederlĂ€ndischen Antillen wurde auch deren Polizeibehörde, das Korps Politie Nederlandse Antillen (KPNA) aufgelöst. FĂŒr die BES-Inseln trat an seine Stelle das Korps Politie Caribisch Nederland (KPCN). Als gesetzliches Zahlungsmittel wurde die WĂ€hrung der niederlĂ€ndischen Antillen, der NiederlĂ€ndische-Antillen-Gulden, zum 1. Januar 2011 durch der US-Dollar abgelöst. Mit der Umstellung wurde die alte WĂ€hrung innerhalb eines Monats auf den drei Inseln Bonaire, Saba und Sint Eustatius (BES) ungĂŒltig.cite-ref-13[13]
Politik
Seit der Auflösung der NiederlĂ€ndischen Antillen am 10. Oktober 2010 bildet Bonaire ebenso wie Saba und Sint Eustatius als openbaar lichaam und bijzondere gemeente (öffentliche Körperschaft und besondere Gemeinde) eine Gebietskörperschaft innerhalb des Landes Niederlande. Anstatt â wie sonst in niederlĂ€ndischen Gemeinden ĂŒblich â eines BĂŒrgermeisters und eines Gemeinderats gibt es einen gezaghebber und einen eilandsraad (Inselrat, mit neun gewĂ€hlten Volksvertretern). Die Verwaltung wird durch ein bestuurscollege geleitet, ein vom Inselrat zu kontrollierendes, ausfĂŒhrendes Organ. In beiden Gremien fĂŒhrt der durch die Krone fĂŒr eine Amtszeit von sechs Jahren ernannte gezaghebber den Vorsitz.
Bonaire ist als Teil des Landes Niederlande in beiden Kammern der niederlĂ€ndischen Generalstaaten vertreten und untersteht direkt deren Gesetzgebung. Staatliche Exekutive ist die niederlĂ€ndische Zentralregierung in Den Haag. FĂŒr die innere Sicherheit ist auf den BES-Inseln das Korps Politie Caribisch Nederland (KPCN) zustĂ€ndig. Der Sitz des KPCN ist in Kralendijk.
WĂ€hrung ist auf den BES-Inseln seit dem 1. Januar 2011 der US-Dollar.
EU-rechtlich bildet Bonaire eines der mit der EuropĂ€ischen Union assoziierten Ăberseeischen LĂ€nder und Hoheitsgebiete. Als niederlĂ€ndische Staatsangehörige sind die Bonairer automatisch auch EU-BĂŒrger. Ebenso wie die ĂŒbrigen zur Zweiten Kammer der Generalstaaten wahlberechtigten NiederlĂ€nder sind sie automatisch auch bei den Wahlen zum Europaparlament wahlberechtigt.
Natur
Die Insel besteht aus zwei Teilen, einem grĂŒneren, hĂŒgeligen nördlichen Teil und einer flachen SĂŒdhĂ€lfte. Der Hauptort Kralendijk befindet sich im Ăbergangsgebiet.
Im Norden trocknen Sonne und Wind den Boden weniger stark aus, darum ist die Vegetation dichter und artenreicher. Hier liegt die menschliche Besiedlung, und es gibt die verlassenen Plantagen. Die Bewohner bewirtschaften mitunter noch private Miniplantagen, die sie ihren âKnukuâ nennen.
Auf der ganzen Insel leben wilde Esel und Leguane. Die meisten Esel sind inzwischen im Eselreservat in der NĂ€he des Flughafens untergebracht. Die Pflanzenwelt wird bestimmt von baumgroĂen SĂ€ulen- und Kandelaberkakteen. SĂ€ulenkakteen werden landschaftsschĂŒtzend möglichst als ziegensichere Hecken angeordnet. Durch Abholzung hat die Insel ihre ursprĂŒngliche Vegetation verloren. Besonders geschah dies wĂ€hrend des Zeitraums der Französischen Revolution, als die EnglĂ€nder auf der Insel herrschten.
Der Norden ist noch grĂŒn. Eine charakteristische Baumart ist der Divi-Divi-Baum (Caesalpinia coriaria), der seine Krone wie eine Fahne nach dem Passatwind richtet. Der Washington-Slagbaai-Nationalpark liegt im nordwestlichen Teil der Insel auf dem GelĂ€nde der ehemaligen âPlantage Washingtonâ. Zu dieser gehörte der natĂŒrliche Hafen Slagbaai (Schlachtbucht), von wo das Pökelfleisch verschifft wurde. Im SĂŒden war immer schon eine KakteenwĂŒste. Die dortigen natĂŒrlichen Salzseen wurden zu Salinen ausgebaut. GegenwĂ€rtig wird im SĂŒden noch ein Viertel der gesamten LandflĂ€che der Insel zur Salzgewinnung genutzt. In diesem Gebiet können Flamingos beobachtet werden, denen man ein Schutzgebiet fĂŒr den Bau ihrer Schlammnester eingerichtet hat. Da dieses Sanktuarium mitten in diesen Salinen liegt, ist es ruhig und wird von den Flamingos gut angenommen. Der Salzsee im Norden, das Gotomeer, ist Teil des âWashington Nationaal Parkâ und dadurch geschĂŒtzt. An diesem SalzgewĂ€sser sind ebenfalls Flamingos heimisch.
Die KĂŒste an der dem ewig wehenden Nord-Ost-Passat zugewandten Ostseite der Insel ist schroff und felsig wird von einem rauen Meer getroffen. Es bestehen dazwischen einige sandige Buchten. Die gröĂte Bucht ist Lac mit einem Mangrovenwald. Hier erfolgte in vergangenen Jahrhunderten der â in der Neuzeit verbotene â Fang von groĂen Meeresschnecken (CarcĂłs), deren Schalen noch immer in groĂen Mengen am Ufer liegen.
Bonaire Marine Park
â
Hauptartikel
:
Bonaire National Marine Park
Im Jahre 1979 wurde der Bonaire Marine Park mit dem Ziel gegrĂŒndet, die Unterwasserwelt der Gegend zu schĂŒtzen. Die Regierung erklĂ€rte ihn 1999 offiziell zum Nationalpark.cite-ref-14[14] Die intakten Riffe und das klare Wasser ziehen zahlreiche Touristen zum Tauchen und Schnorcheln an. Es gibt strenge Regeln zum Schutz der Unterwasserwelt.
Die meisten TauchplĂ€tze der Hauptinsel sind vom Strand aus erreichbar. Bootstransport ist nur fĂŒr spezielle Divesites auf der Insel Klein-Bonaire nötig. TauchplĂ€tze sind am StraĂenrand mit gelben Steinen markiert. Besondere TauchplĂ€tze auf Bonaire sind beispielsweise im Norden die 1000 Steps, im SĂŒden Angel City und das Wrack der Hilma Hooker.
Vor der WestkĂŒste liegt die unbewohnte Koralleninsel Klein Bonaire.
Wirtschaft und Infrastruktur
Tourismus
Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftssektor der Insel. Er richtet sich hauptsĂ€chlich auf Taucher aus und die Insel zĂ€hlt zu den besten Tauchregionen der Welt.cite-ref-15[15] Es hat einen der schönsten Unterwasser-Nationalparks der Welt, das Bonaire National Marine Park. Wenige SandstrĂ€nde und eine die Insel umfassende Korallenlandschaft machen die Insel an vielen Stellen fĂŒr Badetourismus ungeeignet. FĂŒr Schnorchler und Windsurfer ist Bonaire ein beliebtes Reiseziel. BerĂŒhmte TauchplĂ€tze sind das Schiffswrack Hilma Hooker, das 1984 auf den Grund sank, der Salt Pier und 1000 Steps. Mit wenigen Ausnahmen befinden sich die Tauchspots im Westen der Insel und auf der vorgelagerten, unbewohnten Insel Klein Bonaire. Die TauchplĂ€tze auf der Hauptinsel sind in der Regel von Land aus zugĂ€nglich und mit gelben Steinen mit schwarzer Aufschrift markiert. Der Tourismus ist durch die Lage der Insel sĂŒdlich des Hurricane-Gebiets ganzjĂ€hrig möglich und konzentriert sich auf Resorts, die ĂŒberwiegend eine eigene Tauchbasis haben. DarĂŒber hinaus sind einige Bed-and-Breakfast-Pensionen vorhanden. Bau und Vermietung von Luxus-Appartements nehmen ebenfalls zu.
Im Jahr 2019 besuchten 157.800 Besucher die Insel per Flugzeug; 39 % davon kamen aus den Niederlanden. Die Zahl der Besucher, die im Jahr 2019 mit einem Kreuzfahrtschiff kamen, betrug 458.000.cite-ref-16[16]
Salzgewinnung
Der sĂŒdliche Teil der Insel ist fĂŒr die naturfreundliche solare Salzgewinnung eingerichtet. Die Salzgewinnung, die bis 1969 eher handwerklich war, beschrĂ€nkte sich auf das Pekelmeer (Deutsch: Pökelsee). Seit der Ankunft der International Salt Companycite-ref-17[17] in jenem Jahr wird der gröĂte Teil des Tieflands auf der SĂŒdhĂ€lfte der Insel fĂŒr die stark mechanisierte Salzgewinnung genutzt. Die groĂe lokale Brutkolonie der karibischen Flamingos hat den Ort schon Ende 1969 gefunden und akzeptiert. Sie brĂŒten dort ungestört inmitten der Kondensorteiche der Salzindustrie. Zwischen Dezember 1969 und MĂ€rz 1970 brĂŒteten 2300 Paare, und 1700â1800 Jungtiere wurden aufgezogen.cite-ref-18[18] Seitdem gab es bis 1981 7 recht erfolgreiche Brutperioden. Es hat sich nun gezeigt, dass, wenn Flamingos zweimal alle 6â7 Jahre eine erfolgreiche Brutsaison haben, der Zuwachs die Verluste ĂŒber diese Jahre ausgleicht.cite-ref-19[19]
Postwesen
Postdienstleistungen werden von der FXDC Post (Flamingo Express Dutch Caribbean N.V.) bereitgestellt, die ihren Hauptsitz auf Bonaire hat und Niederlassungen auf St. Eustatius und Saba betreibt. Die Postverwaltung gibt eigene Briefmarken heraus, die mit der Aufschrift âCaribish Nederlandâ und zusĂ€tzlichem Aufdruck âBonaireâ mit Wertangabe versehen sind.
Verkehr
Der erste Flughafen der Insel wurde 1936 errichtet. Nach der Landung US-amerikanischer Soldaten auf Bonaire wurde festgestellt, dass der Flughafen nicht den Kriterien der StreitkrÀfte entspricht. Deshalb wurde auf Befehl des Kommandeurs im Dezember 1943 ein neuer Flughafen ausgebaut und 1945 mit einem Terminal ausgestattet eröffnet. Die Nutzung erfolgte bis in die 1980er Jahre,cite-ref-20[20] seither wurde er abschnittsweise modernisiert.
Die niederlĂ€ndische Fluggesellschaft KLM nutzt den Flughafen Bonaire dreimal wöchentlich zu Zwischenstopps auf FlĂŒgen von und nach SĂŒdamerika. Seit dem Winterflugplan November 2011 wird Bonaire zudem von KLM tĂ€glich direkt von Amsterdam aus angeflogen.cite-ref-21[21] Der Flughafen ist mit einem Hangar, einem Terminal ausgerĂŒstet. Die vorhandene Flughafenfeuerwehr wurde seit Ende 2014 modernisiert.
Die Betreibergesellschaft hat 2008 einen 15-Jahres-Plan zur Modernisierung und Zukunftsplanung des Flughafens vorgelegt. Die Regierung der Insel hat diesen 2009 bewilligt und die erste Phase dieses Plans, die Modernisierung der Start-/Landebahn, wurde 2011 abgeschlossen. Die zweite Phase sieht den Neubau des Towers und die Errichtung zweier neuer Rollbahnen vor. In der dritten Phase soll schlieĂlich das Terminal erneuert werden.cite-ref-22[22]
Ortschaften
Die einzigen Siedlungen mit Stadtstatus sind Kralendijk (die Hauptstadt) und Rincon.
Kralendijk hat viele nicht genau voneinander abzugrenzende Vororte, von denen einige aufgefĂŒhrt sind, ebenso wie kleinere Ortschaften der Insel.
| einige Vororte Kralendijks | einige Vororte Kralendijks | kleinere Ortschaften |
|---|---|---|
| Antriol Belnem Hato Lima Noord Salina Nikiboko | Republiek Sabadeco Sabana Santa Barbara Tera Cora | Fontein Lagoen Sorobon Spelonk Wanapa |
Medien
Relaisstation von Trans World Radio
Trans World Radio betreibt auf Bonaire eine Relaisstation, die auf Mittelwelle sendet. Der Mittelwellensender der Station ist der leistungsstĂ€rkste Mittelwellensender des amerikanischen Kontinents. Er verwendet als Sendeantenne vier im Quadrat angeordnete 231,6 m hohe Sendemasten und wird auf 800 kHz mit 500 kW oder 100 kW betrieben. Der Standort liegt bei trans-world-radio12° 6âČ 23âł N, 68° 17âČ 1âł W12.106388888889-68.283611111111.
Relaisstation von Radio Nederland Wereldomroep
Radio Nederland Wereldomroep (RNW) betrieb bis zum Jahre 2012 ein Kurzwellenrelais bei radio-nederland-wereldomroep12° 12âČ 48âł N, 68° 19âČ 23âł W12.213333333333-68.323055555556. Die Sendungen auf Kurzwelle konnten auch in Europa hĂ€ufig empfangen werden, bis sich RNW dazu entschloss, seine Kurzwellensendungen zu beenden und damit auch die Sendestation auf Bonaire zu schlieĂen und abreiĂen zu lassen.
Sport
Special Olympics Bonaire wurde in den spĂ€ten 1970er Jahren gegrĂŒndet und nahm mehrmals an Special Olympics Weltspielen teil, zuletzt 2023 in Berlin.cite-ref-23[23]
Bildergalerie
Weblinks
Commons
: Bonaire
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Bonaire
â ReisefĂŒhrer
Wiktionary: Bonaire
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⹠Offizielle Website Bonaire (NiederlÀndisch, Papiamentu)
⹠Website des Tourismusverbands von Bonaire (Deutsch, Englisch, NiederlÀndisch, Spanisch)
âą Private Seite mit vielen Informationen (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-11. wetten.nl â Regeling â Invoeringswet openbare lichamen Bonaire, Sint Eustatius en Saba â BWBR0028063. In: overheid.nl. wetten.overheid.nl, abgerufen am 29. November 2016.
cite-note-cbs-22. Caribisch Nederland; bevolking; geslacht, leeftijd, burgerlijke staat. In: Buurtcijfers Bonaire 2012 en 2017. Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS), 17. April 2023, abgerufen am 8. Februar 2024 (niederlÀndisch).
cite-note-33. Geld der Welt
cite-note-44. Datenbank ĂŒber Top-Level-Domains, Abruf am 8. Februar 2024
cite-note-55. Internetextensie .AN per 31 juli definitief uit de lucht â Versgeperst.com Curacao. In: Versgeperst.com Curacao. 7. Juli 2015, abgerufen am 29. Juni 2016 (niederlĂ€ndisch).
cite-note-66. â WHO-Statistiken. Abgerufen am 7. April 2020.
cite-note-77. â Meredith Daantje-Cecilia und Frank van der Linden: Bevolkingssamenstelling in wijken op Bonaire, toen en nu
cite-note-99. â wetten.nl â Regeling â Invoeringswet openbare lichamen Bonaire, Sint Eustatius en Saba â BWBR0028063. In: overheid.nl. wetten.overheid.nl, abgerufen am 29. November 2016.
cite-note-1111. â Auflösung der NiederlĂ€ndischen Antillen, abgerufen im MĂ€rz 2015
cite-note-1212. â The Referendum that wasn't (Memento vom 8. Juli 2011 im Internet Archive) â Bonaire Reporter, 31. Dezember 2010, zuletzt abgerufen am 1. Juni 2016.
cite-note-1313. â De Nederlandsche Bank: How does the conversion to the US dollar work? (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive) (englisch)
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12.18-68.25coordinatesKoordinaten: 12° 11âČ N, 68° 15âČ W